Fertighaustrends 2019: Das sind die „heißen Sieben“

Fertighaustrends 2019: Das sind die „heißen Sieben“

Einfamilienhaus - Bungalow - Wohnnet:

Das Trend-Fertighaus ist ein 118 Quadratmeter großer, barrierefreier Bungalow mit Walmdach, weißer Fassade und grauen Fenstern. Er heizt mit Luft-Wasser-Wärmepumpe, die den Strom dafür aus dem hauseigenen Photovoltaik-Speicher holt.

Jedes Jahr befragen die Mitglieder des österreichischen Fertighausverbandes ihre Kunden bezüglich ihrer architektonischen und materialtechnischen Vorlieben sowie den Faktoren, die ein Fertgihaus heute zu erfüllen hat. Vor kurzem präsentierten Präsidenten und Geschäftsführer nun die Ergebnisse dieser Umfrage. Die sieben hier präsentierten Trends zeichnen ein klares Bild davon, was von einem in Fertigbauweise errichteten Eigenheim erwartet wird. Schauen wir es uns also an, das Trend-Fertighaus des Jahres 2019:

Trend 1: Weniger ist mehr

„Kleiner, aber oho“ - so nennen die Experten den deutlichen Trend zu weniger Wohnfläche – im Schnitt 118 Quadratmeter. Der Grund dafür: Steigende Preise für Baumaterialien, Grundstücke und allem, was dazu gehört. Bauprojekte sind merklich teurer geworden in den letzten Jahren. Und da auch die Ansprüche an die technische Ausstattung des künftigen Eigenheims von Jahr zu Jahr zunehmen, muss andernorts gespart werden. Also: Weniger Grund, kleinere Wohnfläche. Dabei aber weiterhin offene Raumstrukturen für Kochen, Essen und Wohnen.

Trend 2: Multikulti

Grundrisse und Multifunktionsräume, die von Beginn an für mehrere Nutzungsmöglichkeiten geplant sind, und die entweder gänzlich ohne oder mit einfachsten baulichen Maßnahmen an neue Lebenssituationen angepasst werden können: Gästezimmer wird zum Home Office, Kinderzimmer zum Pflegerzimmer.

Trend 3: Typenhaus adé

„Sie wünschen – wir bauen!“ Erprobte Grundrisse, wie sie etwa in den Musterhäusern der Fertighauszentren präsentiert werden, dienen bestenfalls noch der Orientierung und Ideengebung. Geplant wird heute fast ausschließlich individuell. Das Musterhaus hat heute kaum noch Verkaufschancen – auch bei den großen Herstellern.

Trend 4: Schräge Dächer – weiße Wände

Ob barrierefreier Bungalow oder zwei Vollgeschoße: Flach- und Pultdächer werden heute kaum noch nachgefragt. Das Steildach erlebt eine Renaissance, besonders beliebt ist das Walmdach. Dazu erstrahlen die Fassaden bevorzugt in Weiß, Fenster und Dachrinnen setzen Akzente, zumeist in Grau. Zunehmend werden bestimmte Teile der Fassade, etwa der Eingangsbereich, Säulen oder die Außenwände bei Terrassen in Steinoptik gestaltet.

Trend 5: Wärmepumpen, Infrarot, PV

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe braucht keinen separaten Heizraum und kein Lager für Heizmaterial. Hauptgrund dafür, warum dieses Heizsystem so beliebt ist.

Weiterer Trend: Heizen mit Infrarot: Heizpaneele oder in die Wände verspachtelte Heiznetze sind mittlerweile eine häufig nachgefragte Alternative zu Wärmepumpen oder Pelletsheizungen. Auch ganz klar zu beobachten ist die gestiegene Nachfrage nach PV-Anlagen, nicht zuletzt dank mittlerweile optimierten und auch leistbaren Speichersysteme für die Nutzung der gewonnenen Energie im eigenen Haushalt.

Trend 6: Smartes Daheim

Das Interesse an Haussteuerungssystemen nimmt langsam aber sicher zu. Speziell einfachere und daher auch günstigere Lösungen für die Bereiche Sicherheit und Energiesteuerung werden deutlich mehr nachgefragt, als Steuerungen für Unterhaltungsmedien oder Licht.

Trend 7: Umfassender Service gewünscht

Der Wunsch nach professioneller Betreuung durch das gesamte Bauprojekt und darüber hinaus gewinnt immer mehr an Bedeutung. Nicht nur für das Haus selbst soll ein kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung stehen, die Nachfrage nach einem Komplettservice, der über die Leistungsstufe schlüsselfertig hinausgeht und etwa die Inneneinrichtung oder die Gartengestaltung betrifft, nimmt bei bestimmten Käuferschichten zu.

 

 

 

 

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